Johanniskraut Nebenwirkungen

Johanniskraut Nebenwirkungen

Johanniskraut Nebenwirkungen

Johanniskraut Nebenwirkungen: Johanniskraut ist ein pflanzliches Medikament mit einem Wirkungsspektrum, das mit synthetischen Medikamenten durchaus vergleichbar ist. Wenn es um die Nebenwirkungen geht, zeichnet sich das Johanniskraut zusätzlich aus. Es ist mit einer sehr niedrigen Nebenwirkungsrate von 1 bis 3 Prozent besonders verträglich. Viele Patienten wissen das zu schätzen und entscheiden sich aus diesem Grund für die Phytotherapie (pflanzliche Therapie). Trotzdem wird in der Literatur von Einzelfällen berichtet, bei denen es zu unerwünschten Symptomen gekommen ist. Johanniskraut kann manische Episoden auslösen, im Zusammenhang mit der Wirksamkeit gegen Depressionen. Weitere mögliche Nebenwirkungen, die aber selten zu beobachten sind:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Erregtheit
  • Fototoxische Reaktion der Haut (Neigung zu Sonnenbrand)
  • allergische Hautreaktion

Der Wirkstoff Hypericin ist für die Fototoxizität der Haut verantwortlich.

Menschen mit einer hellen Haut sollten besonders vorsichtig sein, wenn sie Johanniskraut einnehmen und sich der Sonne oder künstlichem UV-Licht aussetzen.

Vierzehn Tage vor einer Urlaubsreise in den Süden sollte die Therapie mit Johanniskraut abgesetzt werden.

Johanniskraut Nebenwirkungen: Was ist zu beachten?

Wird das Johanniskraut extrem hoch dosiert, kann unter Umständen ein leichtes Serotonin-Syndrom beobachtet werden. Die Patienten klagen über Schwindel, Grippegefühl, Bewusstseinseintrübung, willkürliche Muskelzuckungen und Angstzustände. Mit Absetzen der Therapie bilden sich die Auffälligkeiten vollständig zurück.

Einige Personengruppen sollten trotz der guten Verträglichkeit des Johanniskrauts auf eine Behandlung verzichten. Dazu gehören schwangere Frauen und Frauen, die stillen. Der Effekt des Medikamentes auf das ungeborene bzw. das gestillte Kind ist nicht ausreichend untersucht, um eine gefahrlose Therapie der Mutter zu garantieren. Dies gilt auch für Kinder unter 12 Jahren. Menschen, die an einer Lichtüberempfindlichkeit der Haut leiden, gehören ebenfalls zu diesen Gruppen. Weiterhin sollten Menschen Abstand von der Einnahme von Johanniskraut nehmen, die bestimmte Medikamente benötigen. Johanniskraut beeinflusst über die Induktion des Stoffwechselenzyms Zytochrom P450, Subtyp 3A4, in der Leber einen Abbau von Hormonen und anderen chemischen Stoffen. Es beeinträchtigt so zum Beispiel die Behandlung mit der Anti-Baby-Pille, Antibiotika, Antidepressiva, Arzneimitteln zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen gegenüber Transplantaten und bestimmten Medikamenten gegen AIDS.

Quellen und Studie zu Johanniskraut Nebenwirkungen:

C. Stevinson, E. Ernst: Can St. John’s wort trigger psychoses? In: Int J Clin Pharmacol Ther. 2004 (42), S. 473–480, PMID 15487805