Johanniskraut Dosierung

Dosierung von Johanniskraut: In der Medizin gibt es ständig neue Erkenntnisse. Johanniskraut wird seit Hunderten von Jahren therapeutisch eingesetzt, aber erst heute verfügen die Wissenschaftler über die exakten Methoden zur genauen Bestimmung einer Dosis-Wirkungsbeziehung. Die Johanniskraut-Dosierung ist sehr wichtig für den Erfolg der Therapie. Die aktuellen Präparate sind hoch konzentriert und beruhen auf der Menge des Gesamtextraktes, übereinstimmend mit der Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

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Dosierung von Johanniskraut

Die konkrete Dosierungsempfehlung für Johanniskraut entspricht zur Therapie von Depressionen einer Tagesdosis von 500 bis 1000 mg Extrakt. Sie wurde von der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft ausgesprochen. In der Praxis wird die Tagesdosis üblicherweise auf je eine Einnahme morgens und abends verteilt. Einzeldosen sind mit 425 mg, 500 mg und 650 mg erhältlich und können entsprechend geteilt werden. Bei einer manifesten Depression sollte die Tagesdosis mindestens 900 mg betragen, um einen sichtbaren Therapieerfolg zu erzielen. Johanniskraut liegt dazu in Tabletten- und Kapselform vor.

Die Therapiedauer beträgt in den meisten Fällen mehrere Monate, da eine erste Wirkung erst nach circa drei Wochen Therapie zur erwarten ist.

Johanniskraut-Extrakt hat eine Halbwerstzeit von etwa 25 Stunden. Das bedeutet, dass nach dieser Zeit die Hälfte des eingenommenen Wirkstoffes aus dem Körper ausgeschieden wurde. Aus diesem Grund eine Therapie mit einer Einzeldosis Johanniskraut anzustreben wäre trotzdem nicht sinnvoll, auch wenn die Einzeldosis sicherlich dazu beitragen würde, dass die Patienten die Dosierung genau einhalten. Johanniskraut enthält verschiedene Wirkstoffe (Hypericin, Pseudohypericin, Hyperforin), die teilweise deutlich kürzere Halbwertszeiten aufweisen. Da nicht endgültig geklärt ist, welcher Wirkstoff für den antidepressiven Effekt verantwortlich ist, erscheint die zweimalige Einnahme von Johanniskraut am Tag verlässlicher.

Es wird weiterhin nach der optimalen Dosierung von Johanniskraut geforscht. Unter fachklinischen Bedingungen werden sogenannte Hochdosierungen bis zu 1.800 mg/Gesamt-Extrakt pro Tag erprobt. Besonders Patienten mit schweren Depressionen könnten hiervon profitieren.

Johanniskraut Dosierung bei unterschiedlichen Darreichungsformen

Johanniskraut ist in zwei weiteren Darreichungsformen erhältlich. Zum einen als Tee, dessen Dosierung zu niedrig ist, um eine antidepressive Wirkung zu erzielen. Zwei Teelöffel Johanniskraut werden mit 150 ml sprudelnd kochendem Wasser übergossen und bis zu 10 Minuten ziehen gelassen. Zum anderen ist Johanniskraut als Öl, auch Rotöl genannt, auf dem Markt. Es wird zur äußerlichen Anwendung bei Lumbago (Hexenschuss), Gicht, Rheuma, Verstauchungen, Verrenkungen, Gürtelrose und Bluterguss verwendet. Es wird so viel Öl einmassiert, dass die betroffene Hautstelle gesättigt ist. Alternativ kann eine Kompresse mit dem Öl getränkt und auf die Haut gelegt werden. Die Anwendung kann beliebig oft wiederholt werden. Um die Wirkung zu intensivieren, kann das Rotöl auf 40 Grad Celsius erwärmt werden.